Mit Julien Allègre und Jean-Paul Huftier treffen in der aktuellen Ausstellung der Galerie p13 zwei Generationen französischer Kunst aufeinander. Huftier, ein Altmeister der informellen Malerei, ist ganz visionärer Seismograph, der in eruptiver Geste unmittelbar aus dem Innersten schöpfend spontane Zeichnungen oder intensive Farbkompositionen auf die Leinwand bannt – meist beeinflußt von seiner geliebten Jazzmusik.

Für den jungen Bildhauer Allègre steht zunächst ein konzeptuelles Konstrukt im Vordergrund. Als Ausgangsmaterial für seine künstlerische Arbeit dienen alte Ölfässer und Ölkanister, über deren helle, leuchtende, ansprechende Farbigkeit man ins Staunen gerät. Es ist ja doch ein Abfallprodukt der Industrie, der Gesellschaft, welches man sonst eher nicht wahr nimmt. Diesem industriell vorgefertigten Material verhilft der Künstler durch seine äußerst originelle Form des Recycling zu neuer, ästhetischer Qualität – ein umweltkritischer Aspekt ist dieser Kunst unbedingt imanent.