dance.dance.dance – Malerei
24.04. – 18.05.

Eine ungemein spannende Mischung aus konstruktivem Konzept und informeller Malerei bestimmt Arvid Boeckers künstlerische Arbeit. Schicht um Schicht die Farbmaterie auf- und partiell auch immer wieder abtragend gräbt sich der Künstler ein in die sorgfältig geschichteten Farbfelder seiner Arbeiten. Dabei entsteht ein rhythmisches Geflecht an Farbharmonien und Oberflächentexturen, das in seiner Lebendigkeit und Strahlkraft das Auge des Betrachters fasziniert. Da ist Ruhe und Bewegung zugleich. Eine energetische Spannung zwischen scheinbar dissonanten Tönen wie Rot, Pink und Orange, die sich mit ihrer starken Präsenz so deutlich in den Vordergrund spielen, dass die zarten Grau-, Blau- und Weißwerte, ja selbst die gebrochenen Grün- und Brauntöne der Randbereiche eindeutig in den Hintergrund zurücktreten oder sich aus einer weißen Fläche heraus eine strahlend blaue Tür öffnet, die scheinbar direkt ins Innerste des Bildes hineinführt. Aus dem wohlüberlegt ausbalancierten Spiel mit dem Davor und Dahinter der Farben ergibt sich, allein aus der Fläche heraus, ein dichtes und stimmiges räumliches Bildkonstrukt.